Auf Initiative des Bürgermeisters Wolfgang Stolze fand am 26. März erstmalig ein Bürgerdialog mit unseren Landtagsabgeordneten statt. Begrüßt wurden Stefan Weber (SPD), Ole-Christopher Plambeck (CDU), Ines Strehlau (Grüne) und Stephan Holowaty (FDP) im Kohstall des Margarethenhoffs.

Fast 100 Kisdorfer Bürgerinnen und Bürger und Interessierte folgten der Einladung und in freundlicher Atmosphäre wurde die Diskussion sofort begonnen. Es ging um die neu zu bauende Schulsporthalle, dessen Planung nach Ansicht von Bernd Schenkel (Vors. BSV) nicht zukunftsgerecht ist.

Das alles überragende Thema, wen wundert’s, war natürlich der stark wachsende Verkehr mit all seinen negativen Auswirkungen. „Überregionales Verkehrskonzept“ stand ja auch auf der Agenda, aber es zeigte sich, dass es das eigentlich noch gar nicht gibt, es ist bestenfalls gerade einmal in den Startlöchern. Doris Möller (WKB) sieht Kisdorf vom Land alleine gelassen, es genehmige große Logistik-Betriebe und denke nicht über die notwendige Infrastruktur (Straßen) nach. Stefan Weber (SPD) regte an, dass sich die betroffenen Gemeinden erst einmal zusammensetzen um über Lösungsmöglichkeiten in Sachen Umgehungsstraße zu diskutieren und Lösungsansätze aufzuzeigen. Das Land könne erst danach aktiv werden.

Etwas hitziger wurde die Diskussion, als es um den Umgang Henstedt-Ulzburgs mit Kisdorf zum Thema „Gutenberg-Kreuzung“ und REWE ging. Hier brachten es Werner Kreibich, Stephan Billep-Türke und Michael Hamer zum Teil unter großem Beifall auf den Punkt. Angemahnt wurde ein fairer Umgang miteinander und frühzeitige bilaterale Gespräche auf Augenhöhe. Entgegnet wurde von Stephan Holowaty (FDP), dass wohl beide Seiten Fehler im Umgang miteinander gemacht hätten und ein offener Dialog beiderseits weiterhin notwendig sei.

Gut vorbereitet zeigten sich alle vier Landtagsabgeordneten, als es um die KiTa-Reform ging. Hier wurde sehr ausführlich und nicht ohne Stolz über die Änderungen im Gesetz berichtet und dass es eine große finanzielle Entlastung für Eltern mit Kindern in der KiTa geben wird. Wie es mit der finanziellen Belastung der Gemeinden aussieht konnte nicht geklärt werden.

Zum Schluss wurde dann noch über die A20 gesprochen. Es werden wohl noch viele Jahre ins Land gehen, bis sie zumindest bis zur A7 fertig gestellt ist und eine verkehrliche Entlastung für Kisdorf sein könne. Auch zur 380kV-Leitung gibt’s wenig Neuigkeiten. Die Tennet bewegt sich derzeit in einer Denkschleife zur Trassenführung und will Ende März / Anfang April berichten. Auf Grund der Ankündigung der Grünen-SH Landesförderung für Kunstrasen nicht mehr zu unterstützen, erklärte Ines Strehlau (Grüne), dass vorerst in Sachen Förderung alles beim Alten bleibe, es sei ein Beschluss der Grünen, der aber in der Jamaika-Koalition nicht mehrheitsfähig sei.

Am Ende bleibt das Fazit, dass Einfluss und Entscheidungen auch oft nicht aus Kiel kommen können, aber die Bürgerinnen und Bürger Kisdorfs haben sich mit den Abgeordneten austauschen und sicher auch einiges an Informationen mitnehmen können. Der Bürgermeister bedankte sich bei den Abgeordneten für ihr Kommen und den Bürgern für ihr Interesse.

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